Wenn die Preise für Rohstoffe und die Lohnkosten steigen, sind Preiserhöhungen oft unumgänglich. Günter Stein, Chefredakteur des Fachinformationsdienstes
VerkaufsManagement aktuell, gibt Ihnen heute eine Checkliste an die Hand, mit deren Hilfe Sie Preiserhöhungen einfacher durchsetzen können:
Checkliste: So setzen Sie höhere Preise durch
- Sprechen Sie immer von Preisanpassung, nie von Preiserhöhung. Das ist reine Psychologie: Eine Anpassung erscheint gerechtfertigt, eine Erhöhung sorgt für Unmut.
- Verzichten Sie auf pauschale Preisanpassungen. So haben Ihre Verkäufer noch ein Ass im Ärmel: Nämlich dass viele Preise stabil bleiben – oder im Idealfall sogar reduziert werden können.
- Liefern Sie immer eine nachvollziehbare Begründung, z. B. gestiegene Rohstoffpreise, aktuelle Kursveränderungen etc. Wenn Sie das nicht können, wird der Kunde Ihre Preiserhöhung weder verstehen noch akzeptieren!
- Legen Sie neutrale Berichte, Reports, Analysen – also harte Zahlen und Fakten vor: Sie dienen als neutrale Quelle und als Nachweis dafür, dass Ihre Preiserhöhung sachlich begründet ist.
- Stärken Sie Ihren Verkäufern den Rücken. Unterstützen Sie sie, wo Sie nur können. Erarbeiten Sie mit ihnen Gesprächsstrategien und Argumentationsketten.
- Bereiten Sie Ihre Kunden auf die Preisanpassung vor. Nennen Sie ihnen einen fairen Zeitraum, in dem sie noch zu den bisherigen Konditionen kaufen können.
- Zögern Sie unvermeidbare Preisanpassungen so weit wie möglich hinaus. Wenn Sie dann den nötigen Schritt gehen müssen, wissen Ihre Kunden, dass sie in den sauren Apfel beißen müssen: Weil die Konkurrenz längst schon die Preise angehoben hat.
- Überlegen Sie, wie Sie den Mehrwert für Ihre Kunden erhöhen können. Vielleicht ist es der Rund-um-die-Uhr-Service, vielleicht ein Fachforum im Internet zu bestimmten Themen, die für Ihre Kunden wichtig sind: Ihre Verkäufer werden sicherlich herausfinden und erfragen können, wo hier noch Bedarf ist.